Bemerkung zur Trinktemperatur von Wein:

 
Doch kurz noch etwas über Zimmertemperatur;
diese Binsenweisheit stammt noch von unseren Urahnen,
aber wohl gemerkt, da lagen die Zimmertemperaturen
Heute liegen die Zimmertemperaturen bei über 20 Grad, viel zu warm für einen Rotwein.
 
„Faustregeln“ für Serviertemperatur:
- Schaumwein 5 Grad
- leichte Weiß- und Roseweine 6 -8 Grad
- aromatische und körperreiche Weißweine 10 -12 Grad
- leichtere Rotweine um 14 Grad
- körperreiche, tanninbetonte oder gereifte Rotweine 18 Grad


  Jedoch grundsätzlich, wie Sie Ihn mögen.

Noch etwas zu den sogenannten Barrique-Weinen,
Nur Wein mit einer guten Struktur verträgt den Ausbau in kleinen Barrique-Fässern. Sie können dabei an Finesse und Eleganz gewinnen.
Oft übertönen jedoch die Barrique-Aromen die terroirgeprägten Duft und Geschmacksprofile und werden völlig von Holznoten überlagert.
Und Vorsicht, manche Weine waren nie in Barrique-Fässern und erhalten ihre Aromen durch Holzspäne und Holzchips oder kommen mit verschiedenen Aromastoffen, genmanipulierten Reinzuchthefen und den verschiedensten Enzymen in Kontakt. (ein reiner Genuss?)

 

Wein und Essen:

 

Dazu einige Grundregeln:


-Wein soll den Geschmack einer Speise unterstreichen, nicht überdecken.
-Wein-/und Speisenfolge soll in Aroma und Gehalt/ Fülle eine Steigerung erfahren.
-Alkohol erhöht den Eindruck von Süße und verstärkt die Wirkung von Gewürzen.
-Stark fetthaltige Speisen sind bekömmlicher mit Weinen, die reich an Säure, Gerbstoff und   Alkohol sind.
-Kräftig gewürzte Speisen schmecken in Verbindung mit alkoholreichen Weinen noch kräftiger.
-Kohlensäure im Wein (Sekt, etc.) verdeckt teilweise die Süße-Empfindung.
-In Verbindung mit Speisen wirken Schaumweine süßer, als sie tatsächlich sind.
-Salz steigert die Wahrnehmung von Aroma-/ Bitterstoffen in Wein und Speisen.
-Vinaigrette/ Zitrone/ Tomaten: 
  Die Säure des Essigs/ Zitrone/ Tomaten überdeckt die fein ausgewogene Säure in den meisten Weinen. Ausnahme, Weine mit hohem Säuregehalt.

 

Eier: 
Bestandteile des Dotters versiegeln die Geschmacks-Knospen der Zunge und lassen Weine manchmal metallisch schmecken.

 

Artischocken: 

Sie enthalten Cynarin, das Wein viel süßer, oder metallisch schmecken lässt.

 

Ein Aperitif für den Appetit:
Ein Aperitif wird vor der Mahlzeit eingenommen, um den Appetit anzuregen. Dafür eignet sich entweder ein Schaumwein oder ein leichter Weiß- oder Roséwein. Das Getränk sollte trocken, aber nicht sauer sein.

 

Grundregeln für den Wein zum Hauptgericht
Generell trinkt man zum Essen trockene Weine. Sie regen den Appetit an und unterstützen den Eigengeschmack der Speisen. Die Grundregeln für eine geschmackvolle Verbindung zwischen Wein und Essen lauten:
Alkohol-, Gerbstoff- und säurereiche Weine machen fettige Speisen bekömmlicher
Säurearme, leichte Weine sollte man zu stark gewürzten und salzigen Speisen trinken
Gerbstoff- und alkoholreiche Weine lassen kräftige Speisen noch kräftiger schmecken

 

Wein zu Pastagerichten
Gibt es Pasta zu essen, entscheidet in der Regel die Nudelsoße über den Wein. Zu hellen cremigen Saucen passen vor allem Weißweine, aber auch leichte Rotweine. Deftige Nudelsoßen wie Bolognese verlangen dagegen auch nach einem kräftigen Rotwein, damit das Getränk zur Geltung kommt. Aufgrund der regionalen Verwandtschaft kann man sagen, dass im Allgemeinen italienische Weine am besten zu Pastagerichten passen.

 

Wein zu Fleischgerichten
Vergessen Sie die alte Faustregel, heller Wein zu hellem Fleisch und dunkler Wein zu dunklem Fleisch. Sie ist zwar nicht grundsätzlich falsch. Dennoch kommt es nicht so sehr auf die Farbe an, oft ist die Zubereitung des Fleisches entscheidend. Zum Schweineschnitzel passt tatsächlich ein leichter Weißwein, zu einem deftigen Schweingulasch sollte man jedoch lieber einen roten Tropfen, zu sich nehmen. Zu Rindfleisch und Wildgerichten schmeckt am besten ein vollmundiger kräftiger Rotwein. 

 

Wein zu Fischgerichten
Zu Fisch und Meerestieren passt traditionell ein Weißwein. Dieser verleiht dem Gericht ein zartes Geschmackserlebnis. Doch auch hier kommt es oft auf die Zubereitung an. Zu gegrilltem Fisch schmeckt ein trockener Weißwein. Zu geräucherter Forelle und Aal passen kräftige Weiße. Für rohen Fisch und kalte Fischspeisen, die nicht allzu kräftig gewürzt sind, kommen milde Weißweine in Frage. Allerdings eignen sich fast alle trockenen Weißweine, um Fischgänge zu begleiten, so dass Sie bei der Weinauswahl nicht allzu sehr daneben liegen können.
Zu fettreichen Fischen wie den Karpfen, kann man auch einen Rotwein trinken. Denken Sie jedoch daran, dass schwere rote Tropfen nicht serviert werden sollten. Denn diese können den Fischgeschmack ruinieren. Fisch ist salzig, und Salz verträgt sich in der Regel nicht mit dem Gerbstoff des Rotweins

 

Käse und Wein
Wein und Käse kann eine wahrhaft genussvolle Kombination sein. In der Regel unterstreichen besonders Rotweine den Geschmack des Käses (aber: viel Tannin im Wein und Eiweiß im Käse wirken unangenehm im Mund). Aber auch Weißweine und vor allem Süßweine sind zu empfehlen. Wenn Sie sich für Wein und Käse aus derselben Region entscheiden, kann nicht viel schief gehen. Beachten Sie jedoch, dass kräftige Käsesorten den Geschmack des Getränkes überdecken. Deshalb sollten Sie zu leichtem Wein nur milden Käse reichen. Darüber hinaus gibt es noch zwei Grundregeln für einen optimalen Genuss:
Gerbstoffreicher Wein zu hartem Käse
Säurereicher Wein zu cremigen Käse

 

Ein Dessertwein zum Schluss
Wie der Name schon sagt, wird der Dessertwein zu den Nachspeisen serviert. Man kann ihn aber auch zu würzigem Käse genießen, sofern es sich um einen Weißwein handelt. 

 

Gerichte und Weinempfehlung:   

Einfache Vorspeise -------------- leichter Weißwein 
Reichhaltige Vorspeise ---------- mittelschwerer Weißwein 
Leberpasteten,Gänseleber ------  schwerer Weiß-Rotwein 
Austern, Muscheln --------------- ausgesprochen trockener Weißwein
Krustentiere, Hummer, ---------- gehaltvoller Weißwein 
Fisch (gedünstet) ----------------- trockener, säurearmer Weißwein 
Fisch --------------------------------gehaltvolle, trockene Weißweine
Eiergerichte ----------------------- gehaltvoller Weißwein, leichter Rotwein
Helles Fleisch --------------------- rassiger Weißwein, leichter Rotwein
Dunkles Fleisch ------------------- gehaltvoller Rotwein
Wild, Wildgeflügel --------------- gehaltvoller, kräftiger Rotwein
Geflügel ---------------------------- mittelschwerer Weißwein, leichter Rotwein 
Käse -------------------------------- gehaltvoller Rotwein,

SüßweinObst ---------------------- halbsüßer, fruchtiger Weißwein

Desserts ---------------------------- lieblicherer Wein
 

 Nase und Mund! Das fähigste Labor der Welt - ihre Sinnesorgane

 

In der Weinverkostung verwendet man eine Vielzahl fester Begriffe, 

um den Duft und den Geschmack eines Weins zu beschreiben. 

 

Die Aromen im Wein lassen sich einteilen in die so genannten Primäraromen (die aus der Traube selbst stammen), 

die Sekundäraromen (die während der Gärung entstehen) und die Tertiäraromen, die sich durch die Lagerung und Reifung bilden. 

Die ersten Düfte eines Weines sind blumig (Akazie, Veilchen, Rose, Lindenblüten) oder fruchtig (Beeren, Obst, Äpfel, Zitrusfrüchte, tropische Früchte und getrocknete Früchte), 

gefolgt von pflanzlichen (Erfrischend, Grasig, Gemüse), zu würzigen (Lakritze, Trüffel, Pfeffer), Röstaromen (Rauch, Toastbrot, Kakao), 

holzigen zu erdig-balsamischen (Teer, Honig), „tierischen“ (Leder) und anderen Noten. 

Die Säure hat eine saftige Wirkung (sie erhöht den Speichelfluss), kann aber auch stechend, spitz, grün, unreif, nicht eingebunden empfunden werden. 

Sie ist wichtig für die Lagerung. Den Alkohol nehmen Sie am Gaumen wahr. Als Aromenträger verbindet sich der Alkohol mit Extrakt, Süße und Säure, 

er sorgt für ein fülliges Gefühl. Harmonie hat ein Wein dann, wenn das Erleben im Mund gleichmäßig ist, der Wein läuft ungestört über die Zunge. 

Von Potenzial sprechen wir dann, wenn ein Wein eine hohe Inhaltstofflichkeit hat. Das Oxidationspotenzial und damit die Lagerkapazitäten sind höher. 

Als Abgang oder Nachgeschmack bezeichnet man jene Empfindungen, welche nach dem Hinunterschlucken des Weins am Gaumen präsent bleibt.